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Taggs in Dreilützow
6. Januar 2010 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Probenpraktikum bei TaGGS. In bewährter Weise sind wir wieder, also zum dritten Mal, im Schloss Dreilützow gelandet. Ach, wie ist der alte Kasten wiederhergerichtete Herbergsbau  schön, herrschaftlich und gemütlich inspirierend, gruselig und leicht rottig romantisch! Genau das Richtige für spühende Spielideen zu einem neuen Jahresprojekt. In diesem Jahr noch mehr als sonst, da wir als Spielort von “Das ist unser Haus!” (Arbeitstitel der Eigenproduktion) ja in einem Abrissneubaublock aus der Siebziger-Jahre-Baugeneration gewählt haben. Und dort kann man, selbst wenn man Schmutz und fehlende Bequemlichkeit ertragen kann, jetzt nicht probieren, da es dort an Heizung, Wasser und Strom mangelt - also bereiten wir Spieltechniken, szenisches Material und dramaturgisches Rohkonzept hier im Schloss vor. In den Räumen kann mans gut warm kriegen und die Küche hier ist ausgezeichnet, aber es finden sich tausend Spielorte im Haus, die irgendwie flüstern und Zeichen geben. Und die Flure sind zugig und kalt, im Kellergang spukt der Schlossgeist trotz WLAN und hoher Laptopdichte in den Obergeschossen.

Und allen geht es hier prächtig, auch wenn bis 22 Uhr gearbeitet wird… Wirklich!


Das ist unser Haus!
17. Dezember 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: keine ]

Jetzt geht es richtig los:

TAGGS bespielt einen Abrissblock auf dem Schweriner Großen Dreesch! Die WGS ist uns ein guter, sehr kooperativer Partner, die Schulleitung hat das Projekt abgesegnet, Tino Bittner freut sich auf die gemeinsame Arbeit mit TAGGS (ach, Jules, das warn noch Zeiten, als Tino deinen Text las!) im nächsten Frühjahr.

Und ich war schon mal da. Im Haus! Eindruck vom ersten Rendezvous? Na bitte sehr:

Also: Ich steh vor diesem Neubaublock/Auf einmal hab ich Angst vor dem Projekt!/ Fette Tauben sitzen im fünften Stock auf dem Balkonsims wie festgeklebt. Es ist kalt und das Haus sperrt mich komplett aus/ Verrammelt, Bleche vor den Kellerfenstern/ Na, ist wohl wegen der Tiere? Eingeschlagene Fenster hier und da, abgeklebt oder vernagelt, Rost, blätternde Farbe. Vernichtende Trostlosigkeit, kriecht förmlich in mich rein! Ichwilldagarnichtrein!/ Ums Haus herumgekommen, keine Zäune, nebenan das Wohnungslosenheim wie ausgestorben! Meterhoher Ginster, Hundescheiße überall ums Haus, bloß nicht reintreten. Vielleicht kommt ja gar keiner! Doch, da sind schon die WGS-Leute mit den Schlüsseln. Forsch schließt die WGSlerin die Eingangstür auf. Geht doch, Tür klemmt nur ein ganz klein wenig. Auf der Treppe ” Bitte Füße abtreten!”, ironischerweise, Bauschutt/ Aber es stinkt nicht, es riecht ganz normal nach Plattenbauflur “RATTEN, BITTE IN DECKUNG GEHEN!” brülle ich durchs Haus. Links die Wohnungstür war mal eingetreten, ist vernagelt/Aufschließen! Gut, wenn man den Schlüssel hat! Langer Flur, alles offen, langer Flur, links und rechts kleine Zimmer/ Wie Zellen im Knast. Möbel: Tische, Bettgestell/ Schrank, Badewanne/ Linoleum hatte ich früher auch! Und Die Tapete kommt mir bekannt vor! Es stinkt immer noch nicht/ Scherben, wieder Scherben, Bauschutt, Dreck, Dreck, Dreck/ Wespennester unter der Gardinenaufhängung/”Bitte Schuhe ausziehen!” - Wieso das denn? Ach so, das waren zwischenzeitlich Beträume für Muslime!/ Große Räume am Ende des Flurs/ Treppe hoch. Noch weiter geh ich nicht hoch, da ist alles voller Taubendreck; das ist gefährlichTAUBENZECKEN!/ Okay, wird zugenagelt und sauber gemacht, WIR BLEIBEN UNTEN IN DEN BEIDEN ETAGEN, Rundgang wird ohne Probleme funktionieren, es gibt etwa 25 bespielbare Räume/ Stromzähler geht noch, läuft SUPER!/ kein Wasser mehr, Klos nebenan im Haus, wir kriegen die Schlüssel von der Arztpraxis für die Proben!/ ACH; UND SO VIEL KRAM in den Zimmern, da kann man viel machen. Eigentlich ist es gar nicht so kalt! Und mit vielen Leuten kann man leicht bespielbare Räume schaffen! Im Keller stockduster ABER ES STINKT NICHT keine Tiere, ich verlasse das Haus! Hier will ich THEATER MACHEN, warte olles Haus, du kriegst noch mal einen letzten großen Auftritt! TAGGS WIRD S MÖGLICH MACHEN! Vor dem Abriss.


TAGGS beim vorweihnachtlichen Adventslesen
17. Dezember 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 2 ]

Eingeladen waren wir am letzten Sonntag. Zur Spätlese Frühlese für Frühaufsteher Spätaufsteher, das Schmalzundmarmelade Lesekollektiv wollte es so richtig gemütlich; geruhsame zwei Stündchen vor kaffeeschlürfendem Publikum im Freischütz! Oder sollte es mehr um Aktion gehn? Ach, um Märchen und Weihnachtsmarkt - genau! Also gab es genau das: Im Mittelblock bot das junge Volk comictheatrige Szenen um die im Ensemble beliebtesten Märchen. Um einige andere Dallerei gabs auch noch dazu! Schaut mal drüben auf die Seite der SuM! Gibt auch Fotos dort!


Und was tut TaGGS in diesem Schuljahr?
18. Oktober 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 2 ]

Nun, erstmal alles, was jährlich wieder ansteht!

Zur Zeit also der Martensschmaus, den TaGGS  bereits zum fünften Mal mitgestaltet, um den Schweriner Service-Clubs dabei zu helfen, möglichst hohe Spendensummen von den speisenden Gästen zu bekommen für einen gemeinnützigen Zweck.

Wir probieren also fleißig dafür, einen unterhaltsamen Abend zu gestalten.

Und TaGGS wird sich anlässlich des Internationalen Tages des Schultheaters mit einer Performance an der bundesweiten Aktion für mehr Theater in Schulen einsetzen. Soweit die ganz nahen Ziele. Auch das Stück  “Krabat” führen wir noch einmal auf, und zwar in der ersten Novemberwoche. Genaueres gibts bald an dieser Stelle.

Aber es gibt natürlich auch einen ehrgeizigen Plan für die große Jahresproduktion. TaGGS wird ein leergezogenes Haus in Schwerin erobern und seinen Geschichten nachspüren, Fragen nach dem Woher des Lebens der Schweriner und nach dem Wohin in Beziehung setzen zum eigenen ‘Woher und Wohin der Spielerinnen und Spieler. Wir hoffen, dass daraus ein spannendes Theaterprojekt entstehen kann.

Der Schweriner Künstler Tino Bittner wird die Gruppe und die Spielleitung bei der Spurensuche am Ort und bei der Gestaltung der szenischen Räume unterstützen.


Auf zum SdL nach Hamburg
19. September 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: keine ]

Am Sonntag geht es los: Die Landesgruppe der Schultheaterspielenden aus M-V bildet sich - im doppeltem Sinne! Zum ersten sind zwei, nein es sind genaugenommen drei, TaGGsler als Teil des Trüppchens Spielverrückter nominiert, die zusammen als Team beim Schultheater der Länder in Workshoparbeit mit dem Performer Jens Jacob de Place eine Site specific theatre performance erarbeiten werden.

Die Truppe hat sich also wirklich erst vor zwei Wochen beim gemeinsamen Workshop kennen gelernt, den wir in unserer Aula mit allen M-V-Teilnehmern veranstaltet haben. Und übrigens: Einer kommt fast wörtlich aus dem letzten Dorf vor der polnischen Grenze!

Und Bildung wird wohl auch das ganze Festival; man arbeitet ja meistens in Schulaulen und Schulräumen und nicht auf der Straße. Das wird auf jeden Fall spannend. Wir werden berichten!


Krabat rockt die Aula!
14. September 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Die nächste Vorstellung des erfolgreichen Jahresprojektes der Theatergruppen Lysistrate und TaGGS “Krabat” zeigen wir am Mittwoch, den 16. September, um 19 Uhr in der Aula des Goethe-Gymnasiums Schwerin! Bitte weitersagen und mit Freunden und Familie im Schlepptau anrücken.

Vorher, um 12.45 Uhr, gibt es am gleichen Tag schon eine schulinterne Vorstellung für die 6. bis 8. Klassen, zu der alle genannten Klassen herzlich eingeladen sind. Diese Klassenvorstellung kann auf Anfrage (Bitte bei den Spielleitern Silke Gerhardt oder Anne Holz melden!) auch vor- oder nachher im Deutschunterricht besprochen werden.


Krabat und Kampf wie Anfang und Ende
12. Juli 2009 | Ein Beitrag von Hannes, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: keine ]

Am Dienstag dem 9. Juli 2009 war ein Tag, an dem etwas sehr Ungewöhnliches passierte. Eine Premiere und eine Derniere.  “Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden” wurde um 20 Uhr zum letzten Mal gespielt. Letztmalig fegten die Kämpfer übers Gerüst. Leichte Wehmut im  noch einmal zahlreich erschienenen Publikum. War es doch auch die “Und Tschüß-Vorstellung für einige TaGGSler.

Zuvor aber, um 18 Uhr, feierte ein anderes Stück seine Geburtsstunde: “Krabat”.
Krabat, das ist eigentlich Faust auf sorbisch. Märchenstoff, der sich mit Macht, Wissen, Magie und Verführung beschäftigt.
Die Bühne ist dunkel, einzelne Spieler haben sich zu Klumpen geformt, zu Steinen, die stehen auf der dunklen Bühne herum. Ein weißlicher, fast durchscheinend wirkender Vorhang begrenzt den Raum. Er wird den Spielern  als Projektionsfläche, als Schattenwand dienen, ein magischer und mystischer Ort.  “Einmal fiel ein Stein  vom Himmel und zerbarst.”  Es ist Krabat. Er kommt, um den Wolf zu erschlagen. Man sagt ihm, der Wolf sei ein Märchen und Krabat bekommt ein Angebot, welches er nicht ausschlagen kann. Er bekommt einen Platz als Mühlknecht, die Aussicht auf jeden Sonntag Hasenbraten und darf für jedes Jahr, das er beim Müller dient, ein bisschen mehr Wissen erlangen. Denn der Müller hat einen Schatz. Sieben Bücher, alles Weltwissen von gestern, heute und morgen, in einer Kiste mit sieben Schlössern. Für jedes Jahr Dienst darf der Knecht ein Buch lesen und im siebten Jahr weiß er alles, was man wissen kann. Alles, was der Müller weiß. Schnell wird das Prinzip dieses Handels deutlich: Geködert und unterdrückt, leben die Mühlknechte unter dem Müller. Er füttert sie an und sie denken nur an das Fressen und werden zu Tieren, zu Schweinen. Nie mehr als 12, denn  12 ist das Prinzip des magischen Müllers, 13 hat die Wahl.Kommt also ein Dreizehnter, muss einer der anderen sterben - willkürlich ausgewählt.  Fragen werden nicht geduldet und wer nicht wählt, wählt sich selbst zum nächsten Opfer. Es werden starke Parallelen zur Gesellschaft deutlich. Wer ein System infrage stellt, setzt sich oft Kritik aus, wer einfach handelt, umgeht viele Schwierigkeiten. Was geschieht mit dem ausgewählten Kollegen von Krabat? Es bleibt offen, bis zu dem Punkt, als die riesigen Schatten erscheinen. Silhouetten im Gegenlicht, getragen, gezogen - jetzt wird es deutlich, dass diese Mühle kein Ort der Bildung ist. Die Spieler stürmen ins Publikum, werfen Schlagzeilen ins Publikum.  Bankencrash,  Atomtests, Genmanipulation usw.  zeigen, wie das Wissen zu allen Zeiten missbraucht werden kann.  “Wer weiß, der kann!” heißt es in der Mühle.  In diesem Stück ist das Wissen die Macht. Es ist das Lockmittel des Müllers, also des Mächtigen und es wäre der Untergang des Protagonisten, wenn ihn nicht eine Kleinigkeit von den anderen Knechten unterscheiden würde. Eine Frau hatte Krabat “ihre Freude” geschenkt, weil er unter Einsatz seines Lebens ihr Kind gerettet hatte. Er ist der Rebell, derjenige, der Kraft, Klugheit und vor allem Mitgefühl, Solidarität hat, er kommt also, um den Wolf zu erschlagen. Und so zettelt er die Revolution an. Mit einprägsamen Bildern schildern die Spieler von Lysistrate und TaGGS die Unterdrückung. Symbolisch und textlich wird deutlich, der Müller wählt immer die Starken aus und trennt sie von den anderen. Sie verschwinden. Die Übrigen ziehen die Köpfe ein, wollen nicht auffallen und so siegt der Terror. Krabat eint die Knechte, gemeinsam wagen sie den Aufstand. Er hält die Bücher in den Händen und… verbrennt sie. Es will keine Macht über die anderen. Zusammen  werden die ehemaligen Knechte den Sumpf trocken legen und den Wolf erschlagen. Eindrucksvoll, einprägsam zeigen sie, dass Wissen wichtig ist. Wissen ist ein hohes Gut, das gehütet und mit Weisheit eingesetzt werden soll.

Das gemeinsame Spiel der Lysis und TaGGSler zeigt, dass am Goethegymnasium nicht nur die Chöre singen können, dass manchmal ganz einfache,  präzise eingesetzte Bühnenmittel einem Publikum  Gänsehaut verpassen können.

Das Publikum war begeistert und andächtig, zeitweise in Gedanken versunken  und klatschte dann einem Stück Beifall, das es verdient. Wie nah Märchen an der Realität sind, wurde spätestens an diesem Abend bewiesen.

Es spielten: Anne-Kathrin Knödler, Judith Klinger, Robert Will, Johannes Kloth, Christian Kock, Julia Meißner, Kathrin Wegener, Cherien Steuer,  Sophie Knödler, Maraike Lohse, Marina Vowinkel, Esra Schreier, Marleen Werner, Jacob Kämmler, Tilman Mett, Cristin Neuber, Lisa-Marie Prochnow, Marvin Rieckhof, Magdalena Thun, Luise Kirsten, Anna Köhn, Theresa Hahn

Spielleitung: Silke Gerhard und Anne Kathrin Holz
Technik:  Marcel Schubbe, Alexander Vowinkel, Franziska Push, Moritz Krumhoff

Bilder der Premiere hier!


Workshop: Merzbühne oder Fümms böwö
10. Juli 2009 | Ein Beitrag von Hannes, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 2 ]

Präsentation: 11. Juli, ca. 10:50Uhr - Wandelgang - Haus 1. Goethe - Gymnasium Schwerin

Ablauf ist ungefähr so: (Plot)
Gerade sind Zwölf in die Championsliga aufgestiegen, da zoomt die Kamera ins All und wir sehen die Erde. Die Erde bebt und die Ursonate ist zu hören. Ein „Fümms böwö“ und ein „Pögiff“. Gestalten erheben sich, aus der Erde entstehend, in ihren Lauten sprechend. Die Welt, zerreißt uns, zieht uns hin und her und schwingt. Die Zuschauer sind blutrünstig und fressen was sie sehen. Aber das sind nur Banalitäten. Wenn wir uns diese Banalitäten anhören, könnte man echt wütend werden. Dann möchte man sich schlagen. Da hilft auch keine Sehnsucht. Es bleibt ein Kümmernisspiel und der wütende Mob wird sich über die Wechsellehre bewusst. Menschen leiden tausend null.

Bilder gibt es hier!


Zum Kultursommer auf die Kletterspinne
25. Juni 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Spielplätze zu Spiel-Plätzen machen! Das war mal so eine Idee von uns - vor langer Zeit! Inzwischen aber haben andere diese Idee aufgenommen und mit viel Arbeit drumrum ein Konzept gestrickt!

Also: Am Freitag, den 26. Juni, machen Schweriner Theatergruppen den Spielplatz am Nordufer unsicher! Ab 17 Uhr gibt es dort etwa 80 Minuten mehrere Theaterperformances zu begucken! Auch mit den Neuen von TaGGS, mit der LMT-Gruppe und den Lysis! Kommt alle hin und klatscht!

Kurzform:

1. Lysi meets Taggs/ Krabat-Projekt

2. Theatergruppe Wäscheklamer

3. Theatergruppe Goethe-Gymnasium

4. Tanztheater Lysistrate/ Fabelwesen


Kampf-Vorstellungen am 11. und am 18.Mai
6. Mai 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 4 ]

Abistress am Goethegymnasium. Aber so viel Zeit muss sein: Wir laden ein zu den beiden nächsten Vorstellungen von

“Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden”

Diese spielt TaGGS wie gewohnt in der Aula des Goethe in der Weststadt! Am 11.Mai um 19.30 Uhr, aber am 18. Mai erst um 20.30 Uhr spielen wir auch um 19.30 Uhr, weil der Schulverein freundlicherweise ins Foyer umzieht mit seiner Veranstaltung!

Anschließend Publikumsgespräch zur Aufführung mit den Beteiligten.

Hier kann man sich nochmal den Trailer anschauen!

Hier gibt es Bilder!

Und hier eine Rezension zur Produktion!

Soweit zum Service! Abschließend ein TaGGS-Tipp für Abiturienten:

Wir sehen uns am Montag? Man kann nicht immer nur pauken!


Zeit für Nachdenkenswertes im Mai
27. April 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: keine ]

Es wird wieder viel passieren, ” Adressat unbekannt!”, “Kampf” und “Physiker” werden gegeben werden, wir fahren nach Berlin zum TdJ und… ja, der Abschied einiger Taggsler naht…:

Ein Baustein schwand,
ein Baustein stand,
ein Baustein schien scheu, schön am Rand.

Sie wurden groß und wurden schräg
Leinen los und abgelegt.
Die See - sie gleiten drauf - ist Wachs.
Ein Klaggs.
Für Taggs.

..sagte Herr Thom von schmalzundmarmela.de


Tanztheater Lysistrate: “Kabale.Liebe! - Ein Fragment”
20. April 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 4 ]

Ein bisschen Schleichwerbung wird ja wohl erlaubt sein:

Es gibt in dieser Woche eine Premiere in unserer Aula Und zwar am Freitag und am Samstag jeweils um halb acht!

Klicken und Trailer anschauen! Danke, Benno!

Sturm und Drang beim Tanztheater Lysistrate

Die „alten Hasen“ der Truppe bereiten eine Bearbeitung des „Kabale und Liebe“ -Dramas von Friedrich Schiller vor, selbstverständlich eine sehr heutige, ganz auf die Möglichkeiten des Tanztheaters vertrauende Interpretation des Stoffes.
Wir durften bereits in die Endproben hineinschauen und können deshalb ankündigen, dass das berühmte„Warum bist du so blass, Luise?“ gleich drei Mal und auf recht unterschiedliche Weise beantwortet wird und dass Ferdinand von einer jungen, emanzipierten Milford in Bedrängnis gebracht wird. Auf die übliche sonstige Personage des Schillerschen Stückes dagegen verzichtet die Produktion sehr klug!

Wir sehen uns am Freitag oder am Samstag?


Irrwege - so ähnlich wie die Physiker von Dürrenmatt
23. März 2009 | Ein Beitrag von thom*, abgelegt unter Ausblick. [ Kommentare: 1 ]

Irrwege - so ähnlich wie die Physiker von Dürrenmatt
Premiere am 30. März, 19.30 Uhr - Aula des Goethe-Gymnasiums

Anne schreibt:

Die Bühne steht, alle Podeste geschoben, alle Tücher beschriftet, Flyer gebastelt (jaaa, die Kämpfer hatten keine, die gibts erst zur nächsten Vorstellung), Licht gerichtet…

Morgen ist Generalprobe fürs selbstständige Abiturientenprojekt. Ich durfte heute schon mal einen Durchlauf anschauen und rumkritisieren, deshalb weiß ich schon jetzt: Die vier beteiligten Taggsler und ihre fleißigen technischen Helfer haben den schweren Brocken von Dürrenmatt so kleingekloppt, dass er jetzt verdaubar ist! Keine Angst, ihr werdet nicht im Literaturunterricht ” Durchgenommenes” illustriert bekommen, die Beteiligten (auf der Bühne: Lisa Demidova, Stephanie Janik, Katrin Möller und Philip Zengel; Franziska Pusch als Cheftechnikerin)haben eine ganz eigene Fassung, eine ganz eigene Sicht auf das große Problem “Verantwortung der Wissenschaft” erarbeitet.

Wir sehen uns bei der Premiere? Am Montag um 19.30Uhr!

Die zweite Vorstellung wollen die Physiker dann am Freitag, den 3. April um 19.30 Uhr starten!


Kämpfer fahren nach Berlin!
22. März 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 4 ]

Soeben erreicht uns die Mitteilung der Jury des Bundeswettbewerbes “Schüler machen Theater”: Die Inszenierung “Immer spielt ihr und scherzt. Kampf in 5 Runden” gehört zu den diesjährigen 8 Bundessiegern und ist deshalb eingeladen zum 30. Theatertreffen der Jugend, das vom 22. bis 30. Mai in Berlin stattfindet. Herzlichen Glückwunsch!


Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden
21. März 2009 | Ein Beitrag von Anne, abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Gastbeitrag von Anna Wille!
Premiere 20. März 2009

Freitag Abend halb acht in der Aula des Goethe-Gymnasiums Schwerin.190 Leute drängeln sich in den Zuschauerreihen, die eigentlich für nur 160 Plätze eingerichtet sind. Die diesjährige Inszenierung der TaGGS „Immer spielt ihr und scherzt. Kampf in fünf Runden. eine Farce nach George Tabori“ feiert Premiere und sie alle sind gekommen um diesen Kampf zu beäugen.
Austragungsort des Gefechts ist das “Männerheim unter Frau Merschmayers Metzgerei” in Wien, die Zeit des Geschehens: Anfang der Zwanziger Jahre. Taboris bitterböse Farce beschreibt den fiktiven Aufenthalt des jungen Hitlers in diesem Quartier sowie sein Zusammentreffen mit dem Juden Schlomo Herzl. Dieser schreibt gerade an einem Buch, “Mein Kampf” will er’s nennen, was nicht ohne Folgen bleiben wird. Erzählt wird die Geschichte der Wandlung des Menschen Adolf Hitler in das Monster Hitler.
Die Jugendlichen aber haben diesen Stoff so interpretiert, dass die Geschichte auch heute spielen könnte, die Bühne sieht aus wie eine Sammelunterkunft in einem Jugendcamp. Hitler und Schlomo gibt es je fünf mal. Die beiden Fronten aus 17- bis 19jährigen tragen den Kampf gegeneinander aus, Einzelgefechte gibt es nicht. Das ermöglicht eine sehr moderne, auf das Jetzt bezogene Sicht auf den Stoff. In Rippchenhemden und Unterhosen fegen die zehn Jungs(!) auf der langen Seite des Saales über ein bis unter die Decke gebautes Gerüst. Sie stützen und knallen, stolpern und rollen beeindruckend über und unter diesen gigantischen Spielplatz-Kletterturm. Fünf Runden und 75 Minuten dauert der Kampf um Werte, Lebensansprüche, um den besseren Plan vom Mit- bzw. Gegeneinander der Hitlers (Hannes Wolf, Artjom Schmidt, Philipp Buchsteiner, Alexander Vowinkel, Robert Will) und Schlomos(Hartmut Kohlschmidt,Mathias Pieschek, Johannes Kloth, Justin Jähn,Max Düsterhöft). Terrain wird abgesteckt, hin und her geht das Gerangel um Punkte, um einen möglichen K.o. in dem beengtem Raum voller Liegen, Klamotten, Witz und verbalen Waffen. Bewacht und Kommentiert wird ihr Handeln von Lobkowitz, dem Herren. Er thront, nun ja, auf seinem Thron, einer Spielzeugwelt aus Glitzer und Scherenschnitt. Der Spieler dahinter(Tim Goldenbaum) glänzt durch permanente Anwesenheit und zahlreiche ausgefallene Ideen, seine weiche Watte -Wolke so hübsch und losgelöst wie möglich vom harten Kampf in Wien zu bebasteln.
Im letzen Drittel der Produktion bekommt das Männerasyl Besuch von einer Frau. So wunderbar robust wie es ihre Zierlichkeit auch nur zulässt umgarnt Franziska Wall als Gretchen ihren Schlomo. Etwas später, wie so oft am Ende, gesellt sich die elegante Frau Tod (Silke Gerhardt) nebst Fräulein Tod (Clara Helene Gerhardt) zu der Gemeinschaft und zieht den Schlussstrich.
Es ist ein sehr kraftvolles, sehr temporeiches Spiel, das die TaGGS- Truppe auf die Beine gestellt hat, welches auch heftigst an die Nerven geht. Im letzten Bild kann keiner mehr grinsen, links und rechts ist ein Schlucken, der bis hierhin glucksenden Kehlen zu hören. Denn Taboris Schwarzer Humor, gepaart mit viel jungenhafter Spielkomik, hat im Publikum an diesem Abend durchaus Wirkung zeigt.
Doch am Ende bleibt Hitler der Sieger - Schluss mit lustig.
Es dauert ein Weilchen, ehe sich das Publikum zu einem befreiend wirkenden Beifall aufraffen will. Aber kraftvolles Spiel bekommt kraftvollen Applaus, das ist die Währung mit der wir am liebsten Danken. Daraufhin glückliche Gesichter bei allen Mitwirkenden, viele Blumen und Erleichterung besonders bei der Spielleiterin Anne Kathrin Holz. Der Probenstress hat sich gelohnt. Wie immer.
Das I-Tüpfelchen wäre eine Fahrt zum Theater Treffen der Jugend im Mai nach Berlin, denn für dieses renommierte Festival sind „die Kämpfer“ unter die letzten 20 Jugendgruppen gewählt und von der Jury bereits am vergangen Mittwoch im Rahmen einer Vorpremiere in die Mangel genommen worden. Jetzt heißt es abwarten und weiter kämpfen.

Bilder der Premiere in bewährter Manier von Ulli Wille!
Vielen Dank dafür.

Es spielen:Artjom Schmidt,Alexander Vowinkel,Hannes Wolf, Philipp Buchsteiner,Robert Will (Hitlergruppe); Hartmut Kohlschmidt, Johannes Kloth, Justin Jähn, Mathias Pieschek, Max Düsterhöft (Schlomogruppe); Tim Goldenbaum (Lobkowitz), Clara Helene und Silke Gerhardt (Frau Tod); Franziska Wall (Gretel/ Mizzi)
Team: Marcel Schubbe, Claudia Jungbluth, Julia Gräfner, Moritz Krummhof,
Video: Benno Jonitz


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