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Irrwege – so ähnlich wie die Physiker von Dürrenmatt
23. März 2009 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Ausblick. [ Kommentare: 1 ]

Irrwege – so ähnlich wie die Physiker von Dürrenmatt
Premiere am 30. März, 19.30 Uhr – Aula des Goethe-Gymnasiums

Anne schreibt:

Die Bühne steht, alle Podeste geschoben, alle Tücher beschriftet, Flyer gebastelt (jaaa, die Kämpfer hatten keine, die gibts erst zur nächsten Vorstellung), Licht gerichtet…

Morgen ist Generalprobe fürs selbstständige Abiturientenprojekt. Ich durfte heute schon mal einen Durchlauf anschauen und rumkritisieren, deshalb weiß ich schon jetzt: Die vier beteiligten Taggsler und ihre fleißigen technischen Helfer haben den schweren Brocken von Dürrenmatt so kleingekloppt, dass er jetzt verdaubar ist! Keine Angst, ihr werdet nicht im Literaturunterricht ” Durchgenommenes” illustriert bekommen, die Beteiligten (auf der Bühne: Lisa Demidova, Stephanie Janik, Katrin Möller und Philip Zengel; Franziska Pusch als Cheftechnikerin)haben eine ganz eigene Fassung, eine ganz eigene Sicht auf das große Problem “Verantwortung der Wissenschaft” erarbeitet.

Wir sehen uns bei der Premiere? Am Montag um 19.30Uhr!

Die zweite Vorstellung wollen die Physiker dann am Freitag, den 3. April um 19.30 Uhr starten!


Kämpfer fahren nach Berlin!
22. März 2009 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 4 ]

Soeben erreicht uns die Mitteilung der Jury des Bundeswettbewerbes “Schüler machen Theater”: Die Inszenierung “Immer spielt ihr und scherzt. Kampf in 5 Runden” gehört zu den diesjährigen 8 Bundessiegern und ist deshalb eingeladen zum 30. Theatertreffen der Jugend, das vom 22. bis 30. Mai in Berlin stattfindet. Herzlichen Glückwunsch!


Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden
21. März 2009 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Gastbeitrag von Anna Wille!
Premiere 20. März 2009

Freitag Abend halb acht in der Aula des Goethe-Gymnasiums Schwerin.190 Leute drängeln sich in den Zuschauerreihen, die eigentlich für nur 160 Plätze eingerichtet sind. Die diesjährige Inszenierung der TaGGS „Immer spielt ihr und scherzt. Kampf in fünf Runden. eine Farce nach George Tabori“ feiert Premiere und sie alle sind gekommen um diesen Kampf zu beäugen.
Austragungsort des Gefechts ist das “Männerheim unter Frau Merschmayers Metzgerei” in Wien, die Zeit des Geschehens: Anfang der Zwanziger Jahre. Taboris bitterböse Farce beschreibt den fiktiven Aufenthalt des jungen Hitlers in diesem Quartier sowie sein Zusammentreffen mit dem Juden Schlomo Herzl. Dieser schreibt gerade an einem Buch, “Mein Kampf” will er’s nennen, was nicht ohne Folgen bleiben wird. Erzählt wird die Geschichte der Wandlung des Menschen Adolf Hitler in das Monster Hitler.
Die Jugendlichen aber haben diesen Stoff so interpretiert, dass die Geschichte auch heute spielen könnte, die Bühne sieht aus wie eine Sammelunterkunft in einem Jugendcamp. Hitler und Schlomo gibt es je fünf mal. Die beiden Fronten aus 17- bis 19jährigen tragen den Kampf gegeneinander aus, Einzelgefechte gibt es nicht. Das ermöglicht eine sehr moderne, auf das Jetzt bezogene Sicht auf den Stoff. In Rippchenhemden und Unterhosen fegen die zehn Jungs(!) auf der langen Seite des Saales über ein bis unter die Decke gebautes Gerüst. Sie stützen und knallen, stolpern und rollen beeindruckend über und unter diesen gigantischen Spielplatz-Kletterturm. Fünf Runden und 75 Minuten dauert der Kampf um Werte, Lebensansprüche, um den besseren Plan vom Mit- bzw. Gegeneinander der Hitlers (Hannes Wolf, Artjom Schmidt, Philipp Buchsteiner, Alexander Vowinkel, Robert Will) und Schlomos(Hartmut Kohlschmidt,Mathias Pieschek, Johannes Kloth, Justin Jähn,Max Düsterhöft). Terrain wird abgesteckt, hin und her geht das Gerangel um Punkte, um einen möglichen K.o. in dem beengtem Raum voller Liegen, Klamotten, Witz und verbalen Waffen. Bewacht und Kommentiert wird ihr Handeln von Lobkowitz, dem Herren. Er thront, nun ja, auf seinem Thron, einer Spielzeugwelt aus Glitzer und Scherenschnitt. Der Spieler dahinter(Tim Goldenbaum) glänzt durch permanente Anwesenheit und zahlreiche ausgefallene Ideen, seine weiche Watte -Wolke so hübsch und losgelöst wie möglich vom harten Kampf in Wien zu bebasteln.
Im letzen Drittel der Produktion bekommt das Männerasyl Besuch von einer Frau. So wunderbar robust wie es ihre Zierlichkeit auch nur zulässt umgarnt Franziska Wall als Gretchen ihren Schlomo. Etwas später, wie so oft am Ende, gesellt sich die elegante Frau Tod (Silke Gerhardt) nebst Fräulein Tod (Clara Helene Gerhardt) zu der Gemeinschaft und zieht den Schlussstrich.
Es ist ein sehr kraftvolles, sehr temporeiches Spiel, das die TaGGS- Truppe auf die Beine gestellt hat, welches auch heftigst an die Nerven geht. Im letzten Bild kann keiner mehr grinsen, links und rechts ist ein Schlucken, der bis hierhin glucksenden Kehlen zu hören. Denn Taboris Schwarzer Humor, gepaart mit viel jungenhafter Spielkomik, hat im Publikum an diesem Abend durchaus Wirkung zeigt.
Doch am Ende bleibt Hitler der Sieger – Schluss mit lustig.
Es dauert ein Weilchen, ehe sich das Publikum zu einem befreiend wirkenden Beifall aufraffen will. Aber kraftvolles Spiel bekommt kraftvollen Applaus, das ist die Währung mit der wir am liebsten Danken. Daraufhin glückliche Gesichter bei allen Mitwirkenden, viele Blumen und Erleichterung besonders bei der Spielleiterin Anne Kathrin Holz. Der Probenstress hat sich gelohnt. Wie immer.
Das I-Tüpfelchen wäre eine Fahrt zum Theater Treffen der Jugend im Mai nach Berlin, denn für dieses renommierte Festival sind „die Kämpfer“ unter die letzten 20 Jugendgruppen gewählt und von der Jury bereits am vergangen Mittwoch im Rahmen einer Vorpremiere in die Mangel genommen worden. Jetzt heißt es abwarten und weiter kämpfen.

Bilder der Premiere in bewährter Manier von Ulli Wille!
Vielen Dank dafür.

Es spielen:Artjom Schmidt,Alexander Vowinkel,Hannes Wolf, Philipp Buchsteiner,Robert Will (Hitlergruppe); Hartmut Kohlschmidt, Johannes Kloth, Justin Jähn, Mathias Pieschek, Max Düsterhöft (Schlomogruppe); Tim Goldenbaum (Lobkowitz), Clara Helene und Silke Gerhardt (Frau Tod); Franziska Wall (Gretel/ Mizzi)
Team: Marcel Schubbe, Claudia Jungbluth, Julia Gräfner, Moritz Krummhof,
Video: Benno Jonitz


Karten für die Premiere am 20. März?
19. März 2009 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Sehr geehrtes Publikum, liebe Freunde – es wird eng! Wir bitten dringend um Vorbestellung (geht auch über die Kommentarfunktion bis etwa 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn), weil wir nur 150 Sitzplätze haben. Es gibt also nur noch Restkarten!Es gibt keine Karten mehr! Wer nicht vorbestellt hat, muss noch drei Tage warten!
Wir verweisen auf die zweite Vorstellung am Montag, den 23. März (gleicher Ort, gleiche Zeit) oder auf die dritte Vorstellung am Montag, den 4. Mai! Denn für diese beiden Vorstellungen gibt es noch ausreichend Karten!


Immer spielt ihr und scherzt! Kampf in 5 Runden.
11. März 2009 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 3 ]

Premiere des Tabori-Projektes nach “Mein Kampf” ist am Freitag, den 20. März um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums! Am 23. März, also am Montag danach, gibt es dann die zweite Vorstellung!

Kleine Einstimmung gefällig? Hier der Trailer zum Stück!