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“Tschick”- Mittelstufenprojekt: 28. März um 19 Uhr in der Aula des Goethe-Gymnasiums
26. März 2014 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: keine ]

Wir spielen am Freitag noch einmal unsere Eigenproduktion  nach dem Jugendroman von Wolfgang Herrndorf! Ein Jahr lang hat sich die TaGGS-Mittelstufengruppe mit dem Roman beschäftigt und die Beste-Freunde-Ausreißer-Roadmovie-Geschichte für 10 Vierzehnjährige verwurstet!

Wir freuen uns auf euch!


Einladung zur Sondervorstellung von “Freiheit und Demokratie, du Wichser” am 14. März 2014
10. März 2014 | Ein Beitrag von , abgelegt unter Vermischtes. [ Kommentare: 1 ]

Am Freitag spielen die Taggs noch einmal ihr Vorjahres- Theaterstück, das  in Zusammenarbeit mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin entstand.

Diesmal Spielen wir aber nicht im E-Werk , sondern in der Aula des Goethe-Gymnasiums. Denn im Rahmen der Bewerbung zum diesjährigen Theatertreffen der Jugend hat es die Gruppe in die Zwischenrunde geschafft. Aus insgesamt 123 Bewerbungen sind 20  Gruppen ausgewählt, deren Produktionen die Jury jetzt allesamt besuchen wird, um 8 Preisträger zu ermitteln, die dann zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen werden.

Wer uns die Daumen halten will, den laden wir ein, als Zuschauer dabei zu sein, wenn das Stück der Jury präsentiert wird:

Wir sehen uns am Freitag um 19.30 Uhr in der Aula des Goethe-Gymnasiums?

 

Zum Stück:

Wir sind beschäftigt. Ob im Alltag oder privat – wir sind immer beschäftigt.

Und deshalb bleibt wahrscheinlich keine Zeit, um unserer Liebe zu begegnen, die Attentäter von heute zu verstehen, oder die Nazis von damals; und auch die Model-Träume für morgen bleiben meist ganz hinten im Hirn oder werden lieber komplett ausgeblendet.

Wir sind ja im Alltag beschäftigt mit dem, was gute Noten bringen soll. Und über den Welttourismus der Einsamkeit haben wir uns – Gott sei Dank! – auch noch keinen Kopf machen müssen.

Kurz – man sagt, wir seien die neue Generation, die wieder was will, die leistungsbereit sei bis zur Totalanpassung an die Welt der Eltern, groß werdend in der Überzeugung “Wir-sind-die-Guten!”, bereit für Herausforderungen und die Vereinbarkeit der privaten und beruflichen Karriere.

 

Aber warum sind denn da diese Momente großer Unsicherheit, warum ist da diese diffuse Angst vor dem Versagen, vor der Planung eines Lebensentwurfs? Warum fühlen wir uns ständig zu klein für alles, zu unbeholfen, wo wir doch “die Guten” sind?

 

Wir schrieben und verwarfen Texte darüber, was für uns Liebe ist, was ein Grund zum Morden sein könnte und wofür ich ein Terrorist werden würde. Wir philosophierten über den Sinn des Lebens, über Käuflichkeit und Suizidgedanken. Wir ackerten uns durch einen Berg von Fragen, suchten nach Textmaterial und Fremdtexten zu unseren Fragen.

Schließlich haben wir gemeinsam in einer Collage einen textlichen bzw. szenischen Rahmen dafür geschaffen, um das Prinzip unserer Werte und unserer Gesellschaft im Allgemeinen aus möglichst vielen Blickwinkeln genau zu beleuchten.

 

Herausgekommen ist ein Parcours aus Eitelkeiten und Trauerfällen des Lebens, gesprochen im Chor, gesungen, geschrien und gefeiert, unterbrochen von intimen Berichten. Auf dem Laufsteg des Lebens fallen die Hüllen, das heißt, die Überzeugungen unserer Eltern oder Großeltern. Unsere eigenen Vorbilder beginnen sich zu widersprechen. Unklar ist, wie der Absturz verhindert werden kann. Oder ist das, wofür wir uns einsetzen gar nicht eine politische Frage, sondern zum Beispiel eine des Vitaminhaushalts: Her mit den besten Smoothies der Welt!

 

Ganz schön vergrübelt, ganz schön grenzwertig – aber herausgekommen sind wir alle irgendwie ein bisschen gerader, selbstbewusster. Und noch nie gab es hinterher so viele heftige Diskussionen mit den Zuschauern. Mit dem Vater, mit den Lehrern. Theater ist halt unser anderes Da-Sein.

Und sicher: Im Alltag sind wir sehr beschäftigt!

 

Spielleitung: Bernhard Meindl

Es spielen (Premierenbesetzung):

Gloria Baden

Friederike Birr

Paula Brenne

Marie Fritsch

Lea Jürgensen

Anne-Marie Klinger

Luise Osten

Charlotte Schön

Ulrike Wegener

Anna Zhukovets

Moritz Gärber

Jakob Lange (neu: Bent Drewes)

Maximilian Ortmann

 

Die Produktion entstand im Schuljahr 2012/13 als eine von zwei Jahresproduktionen von TaGGS/Oberstufe. Die Grundlagen wurden also im Grundkurs DS erarbeitet, die meisten belegen den Kurs bereits seit 3-5 Jahren.